Umfrageergebnis: Digitale Arbeit VdK

Ziel des Projekts NextGenerationVdK ist es, Mitarbeitende bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Kompetenzen zu unterstützen und gemeinsam zu schauen, wie digitale Werkzeuge sinnvoll und effizient eingesetzt sowie Arbeitsprozesse und Strukturen zukunftsfähig gestaltet werden können.

Um besser zu verstehen, wie digitale Arbeit im VdK Berlin-Brandenburg tatsächlich aussieht, wurden in den vergangenen Monaten Mitarbeitende des VdK Berlin-Brandenburg, der Sozialrechtsschutz sowie der Ki.D.T. nach ihren Erfahrungen gefragt: Was funktioniert bereits gut? Wo entstehen Schwierigkeiten? Welche Werkzeuge werden genutzt und wo besteht Unterstützungs‑ oder Verbesserungsbedarf?

Ein Online‑Fragebogen wurde vom 23. März bis zum 05. Mai von rund 150 Mitarbeitenden beantwortet; 67 Antworten konnten für die Auswertung genutzt werden. Zusätzlich wurden 42 Mitarbeitende interviewt. Ergänzend kamen teilnehmende Beobachtungen zum Einsatz, um alltägliche Arbeitspraktiken und den konkreten Umgang mit digitalen Werkzeugen direkt im Arbeitskontext zu verstehen. Die ersten Auswertungen zeigen ein differenziertes Bild.

Digitale Werkzeuge gehören zum Arbeitsalltag

Ein erster Befund zeigt: Digitale Werkzeuge sind ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Gleichzeitig zeigt sich, dass Digitalisierung nicht automatisch zu einfacheren oder effizienteren Arbeitsabläufen führt. Die Nutzung erfolgt je nach Arbeitsbereich, Aufgabe und Ausstattung unterschiedlich.

Auch die Sicherheit im Umgang mit digitalen Werkzeugen ist unterschiedlich. Mitarbeitende bringen verschiedene Erfahrungen, Routinen und Vorkenntnisse mit. Digitale Kompetenz sollte dabei nicht ausschließlich als individuelle Frage verstanden werden. Auch die Arbeitsbedingungen spielen eine Rolle – etwa technische Ausstattung, Unterstützungsmöglichkeiten im Team und die Gelegenheit, neue Anwendungen praktisch kennenzulernen und zu erproben. Dieser Hintergrund weist deutlich auf Handlungsbedarf hin. Mit den Handlungsfeldern Digitalisierung und Organisationsentwicklung will der VdK Berlin-Brandenburg im Rahmen seines Projekts NextGenerationVdK, dass durch den Europäischen Sozialfonds Plus und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert wird, gezielt diesen Weg einschlagen: Arbeitsprozesse verbessern und Mitarbeitende für eine digital unterstützte, entlastende Arbeit befähigen.

Wo liegen die Herausforderungen?

Die offenen Antworten zeigen, dass Schwierigkeiten nicht allein aus fehlender Erfahrung entstehen. Genannt werden unter anderem unterschiedliche Systeme, unübersichtliche Ablage‑ und Suchstrukturen, Informations‑ und Kommunikationsbrüche, doppelte Arbeitsschritte sowie technische Einschränkungen. Damit wird deutlich: Digitalisierung ist auch eine Frage der Arbeitsorganisation. Wenn Systeme, Abläufe und Zuständigkeiten nicht gut zusammenspielen, können digitale Werkzeuge zusätzlichen Aufwand erzeugen.

Digitalisierung und Organisationsentwicklung zusammendenken

NextGenerationVdK möchte diesen Veränderungsprozess gemeinsam mit den Mitarbeitenden gestalten. Deshalb geht es nicht nur um digitale Kompetenzen, sondern auch darum, Arbeitsabläufe zu verbessern, Informationen besser zugänglich zu machen und nachhaltige Zusammenarbeit zu unterstützen.

Die ersten Umfrageergebnisse verstehen wir als Ausgangspunkt für die nächsten Schritte in den kommenden Workshops: zuhören, gemeinsam reflektieren, austauschen, ausprobieren und konkrete Verbesserungen entwickeln – mit dem langfristigen Ziel, dass digitales Arbeiten im VdK Berlin-Brandenburg für alle spürbar besser funktioniert.