Themen der Pflege im Fokus
Ende Juli lud die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Britta Müller, den Landesvorsitzenden des VdK Berlin-Brandenburg, Ralf Bergmann, zu einem intensiven Austausch in ihr Ministerium ein. Gemeinsam mit dem Referatsleiter für „Pflegepolitik, Betreuungs- und Heimrecht“, Ulrich Wendte, standen dabei vor allem aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Pflege und Betreuung im Fokus.

Ein Themenschwerpunkt war die Neufassung des sogenannten niederschwelligen Entlastungsangebotes für Pflegebedürftige ab Pflegegrad I in Höhe von monatlich 131 Euro. In vielen Bundesländern kann dieser Betrag bereits für Nachbarschaftshilfe genutzt werden – in Brandenburg ist das bisher nicht möglich. Die Ministerin betonte, dass sie sich für eine Ausweitung dieser Regelung einsetzt. Sie hofft, dass die Änderung noch bis Ende 2025 umgesetzt werden kann, sobald das Anhörungsverfahren abgeschlossen und die Gremien zugestimmt haben.
Kommunen stärken
Desweiteren thematisierten beide die Neuausrichtung der Pflege. Basierend auf dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung erfolgte im Juli eine erste Sitzung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Ministerin. Ziel ist es, die Rolle der Kommunen in der Pflege zu stärken. Erste Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe werden bis zum Jahresende erwartet.
Nahtlose Versorgung
Beim Thema Entlassmanagement, das laut Sozialgesetzbuch V verpflichtend durch Krankenhäuser umgesetzt werden muss, sprach sich der VdK-Landesvorsitzende Bergmann dafür aus, die Pflegestützpunkte stärker einzubinden. Dies könnte insbesondere für Pflegebedürftige den Übergang vom Krankenhaus nach Hause erleichtern und Versorgungslücken vermeiden.
In Bezug auf die aktuell noch unbesetzte Stelle des Landesbehindertenbeauftragten äußerte sich die Ministerin zuversichtlich. Sobald das Auswahlverfahren abgeschlossen ist, soll die Stelle zeitnah neu besetzt werden.
Zum Abschluss des Gesprächs äußerte die Ministerin ihr ausdrückliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit und stimmte einem Folgetermin gerne zu. Darüber hinaus würdigte sie das Engagement aller ehrenamtlich Tätigen.