Zuhören, begleiten, Hoffnung geben: Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt
Ein besonderes Thema sozialer Arbeit prägte die Mitgliederversammlung des Kreisverbands Elbe-Elster am 17. September: Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Duben. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Engagement mancher Mitglieder ist – so bringt sich VdK-Mitglied Harald Sacher nicht nur aktiv in seinem Kreisverband ein, sondern engagiert sich auch regelmäßig in der JVA Duben.
Monika Polanski, katholische Seelsorgerin in der Justizvollzugsanstalt Duben, sprach über ihre Arbeit und die Herausforderungen, denen sie im Gefängnisalltag täglich begegnet. 18 Mitglieder und Gäste erhielten spannende Einblicke in die Abläufe der JVA und die besonderen Anforderungen der seelsorgerischen Arbeit. Die JVA Duben ist die modernste ihrer Art in Brandenburg, sie wurde 2003 in Betrieb genommen. Gleichzeitig ist sie auch das einzige Frauengefängnis. Angegliedert ist die JVA in Spremberg mit dem offenen Vollzug.
Neben der Seelsorge für die Inhaftierten stellt auch die Konfliktbewältigung zwischen den Insassen, aber auch zwischen diesen und den Vollzugsbeamten eine wesentliche Aufgabe dar. Unsere Aufgabe ist es, zu vermitteln und die Konflikte auszuräumen“, erklärte Monika Polanski. Bei circa 400 Inhaftierten sei es verständlich, dass die soziale Arbeit allein durch die Sozialarbeiter*innen der JVA und die Seelsorger*innen nicht zu schaffen ist. Unterstützung erhalten sie durch ehrenamtliche Kräfte. „Ehrenamtler wie Harald Sacher leisten eine wertvolle Unterstützung, da sie sich in Einzelgesprächen dem jeweiligen Inhaftierten zuwenden“, hob die katholische Seelsorgerin hervor. In einer der nächsten Mitgliederversammlungen wird das „Blaue Kreuz“ einen Vortrag zur Suchtproblematik in der JVA für die VdK-Mitglieder halten. Zudem ist ein Besuch der JVA Duben in Planung.
